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Content-Pipeline dieser Website

Die Texte dieser Website liegen in der Datenbank statt im Code, ein Agent schreibt den Entwurf und ich entscheide.

Astro Cloudflare Supabase Deno Edge Functions Claude React Playwright

Einordnung

Diese Website ist zugleich das Beispiel. Die Beiträge unter Insights entstehen über dieselbe Maschinerie, die auch die Buchhaltung antreibt. Ich nenne das Halbautomatik: das System trägt, ich entscheide.

Problem

Ein Blog stirbt an der Reibung. Wenn jede Textänderung ein Deploy ist, wird sie aufgeschoben. Ein Modell ohne Anleitung schreiben zu lassen löst das nicht, sondern verschiebt es: was dabei herauskommt, klingt wie Dokumentation mit Absätzen, und jeder Leser merkt das im ersten Absatz. Ein Redaktionssystem daneben zu stellen wäre ein weiteres System, das gepflegt sein will.

Ansatz

Inhalte liegen in der Datenbank und werden bei jedem Aufruf geladen. Veröffentlichen ist ein Schalter, kein Deploy. Davor steht ein fester Ablauf: Ich schreibe ein Briefing mit Kernaussagen, Haltung und dem, was wegbleibt. Ein Agent macht daraus einen Entwurf. Ich lese, korrigiere und ergänze mindestens einen Satz, der nur aus eigenem Erleben kommen kann. Dann geht der Text live. Der Ton ist als Datei dokumentiert, mit Sperrliste und harten Regeln, und was sich mechanisch prüfen lässt, prüft ein Skript statt eines Gefühls.

Stack

Astro im Server-Modus auf Cloudflare, Supabase als Datenbank mit Edge Functions in Deno, eine Aufgabenliste mit Zeitplan als Taktgeber, Claude über die Messages API für die Entwürfe, das Dashboard als React-Insel, Playwright für die Tests der Seiten.

Ergebnis

Der Aufwand je Artikel liegt unter einer Stunde, fünf Beiträge stehen veröffentlicht. Die Startseite und der Blog holen ihre Texte bei jedem Aufruf frisch, eine Korrektur ist damit eine Sache von Sekunden statt eines Builds.

Learnings

Die Menge an Vorgabe entscheidet über das Ergebnis, und zwar in beide Richtungen. Zu wenig Briefing ergibt Generisches, zu viel ergibt Steifes ohne Rhythmus. Der Mittelweg trägt, weil die Vorgaben den Rahmen halten und nicht den Inhalt. Der eigentliche Nutzen lag woanders als erwartet: das Verfahren zwingt zur Klarheit, denn ein präzises Briefing kann nur schreiben, wer die eigene Aussage schon durchdacht hat. Der Preis dafür ist die Vorarbeit. Tonalität zu dokumentieren heißt erst einmal herauszufinden, was ich eigentlich will, und diese Arbeit fällt zwar nur einmal an, aber sie fällt wirklich an.

Dazu im Blog


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